GESCHICHTLICHES ZUM SCHLOSS


Erstmals wurde Herbsleben 780 urkundlich erwähnt. Das geht aus einer Schenkung des 'Herolf zu Herfridesleiben' an das Kloster Fulda hervor.
1144 Nennung eines Heinrich von Herversleyben
um 1230 Erbauung der Niederungsburg wohl unter den Herren von Herversleyben
um 1300 wird das Reichslehen Herbsleben durch König Albrecht an die Grafen von Henneberg vergeben
zwischen 1332 und 1340 die Ersterwähnung der Burg Herpfersleuben
1351 geht das Lehen an die Wettiner über
zwischen 1394 und 1424 ist die Burg ca. 17 mal als Aufenthaltsort der wettinischen Herzöge nachweisbar
1485 albertinisch, ab 1554 ernstinisch, im Besitz des Landhofmeisters und obersten Befehlshaber der Feste Grimmenstein zu Gotha, Ritter Bernhard von Mila
1555/57 Ausbau und völlige Neubefestigung der Burg unter dem Baumeister Nickel Gromann, welcher gleichzeitig den Neubau des Grimmsteins nach dessen erster Schleifung 1547 leitete
1589-1641 im Besitz derer von Kerstlingerode, weiterer Ausbau 1594/98
1627 brennen Schloss und Ort fast völlig ab
1647-1709 Familie von Carlowitz, Wiederaufbau unter Einbeziehung des intakten Mauerwerks, Hofgestaltung mit Arkaden, analog dem Schloss Friedenstein zu Gotha (1642-1654), weiterer Ausbau um 1686/90
1709-1810 Familie von Forstern
1810-1823 Geheimrat Menz
1823-1826 Landgraf von Hessen-Rothenburg
1826-1847 Fürsten von Hohenlohe-Schillingsfürst
1847-1907 Herzöge von Ratibor
1907 Erwerb durch Oskar Becker, Einrichtung einer Gaststätte sowie Konditorei und Cafe mit Geflügelpark im Kernschloss, sowie einer Konservenfabrik in der Vorburg
um 1910 Einrichtung eines Heimatmuseums über der ehemaligen Schlosskapelle St.Jacobi
1945 Nutzung der Wohnräume für Umsiedler
1958 Abriss der Kernburg